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Published on Haziran 7th, 2019 | by Avrupa Forum 3

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Alles wie gehabt – nur schlimmer – Harry R. Wilkens

1987 war es mir gelungen, Athen zu verlassen und über Hin- und Irrwege endlich in der Schweiz anzukommen, wo ich trotz meiner Athener Tätigkeit als Korrespondent ihrer Offizierszeitschrift ASMZ bis 1992 auf meine Legalisierung warten musste. Mit kalten Kriegern wollte man auch in der Schweiz nichts mehr zu tun haben, obwohl sie besonders zu jener Zeit aktiv gewesen waren, bis nach Osteuropa hinein.

1997: Der Autor mit dem ersten mazedonischen Präsidenten
Kiro Gligorov (1917-2012)

Während im Münchner Hauptbahnhof lange Menschenschlangen ihr Begrüßungsgeld abholten, wurden auf dem Balkan, in  Nord- und gar Schwarzafrika schon die Messer und Macheten zu einem neuen Genozid gewetzt, wie er eigentlich nach dem ganzen Mauerfall-Hype, dem Pep Talk und Hasselhoffs Ruf nach FREEDOM (vom Volk als FRIEDEN missverstanden) gar nicht mehr vorkommen sollte.


Und auch die griechische Gefängnisinsel Samos war schon im Entstehen… Erste fremde Gestalten kamen schon von Osten, wurden jedoch von den Griechen noch toleriert, die ja ihre eigenen Sorgen hatten…

Inzwischen hatten es sich schon die internationalen Geschäftlhuber auf dem Balkan behaglich eingerichtet, mit allen ihren Privilegien. Diese Kosovaren waren ja schon in der Schweiz von CIA und Alfred Ogi gehegt und gepflegt worden, und Präsident wurde Hashim Thaçi (CIA-Deckname “Dressman”). In und um Prizren herum entstand ein neues Stück Schweiz und immer mehr Schweizer verbringen ihr Ferien darin. Ausser Kosovarisch und Schwyzertütsch wird oft auch Französisch verstanden. Serbokroatisch sprechen nur noch die Alten, und man sollte es vermeiden…

Einstweilen hatte ich in Skopje und Ohrid mit großkopferten Mazedoniern der FYROM geredet, die alle kein Griechisch sprachen – eine Situation ähnlich wie in meinem deutsch-französischen Geburtsgrenzland zwischen Rhein und Saar, und vielleicht werden sich beide Brudervölker wieder auf Türkisch verständigen müssen oder wollen…

Was allerdings Franzosen und Deutsche in Sahelistan und weiter südlich vorhaben, hat nichts mit der Versorgung mit sauberem Wasser für Millionen Afrikaner und der Ausrottung von Noma und Ebola zu tun, sondern kann nur Libyens Horrorkerker weiter füllen, allerdings nicht mit Vergewaltigern und Kinderschändern, die in diesen sonnigen, EU-gesponserten Idyllen unbesorgt ihren Urlaub genießen können, auch noch in Marokko, wie mir amtlich bestätigt wurde…

Und die erhofften Demokratien gehen weiter den Bach runter, nicht nur in der Türkei, um mal nur in Europa und dem Mittelmeerraum zu bleiben… Die Notion der Menschenrechte und der Demokratie wird auch revidiert werden müssen, und zwar nach unten. Die Christen- und anderen Religionsverfolgungen werden zunehmen.

Die Weißen alten Männer und Frauen werden wieder internationale Strafgerichte für einige auserwählte Dunkelhäutige einrichten. Also alles wie gehabt, nur schlimmer…

07.06.2019

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