Almanya

Published on Ağustos 31st, 2019 | by Avrupa Forum 3

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Der deutsche Imperialismus heute – Harry R. Wilkens

80 Jahre nach der Invasion Polens durch deutsche und slowakische Truppen unter den wohlwollenden Augen Stalins, sowie angesichts des heutzutage in Flammen aufgehenden deutschen Sondermülls in polnischen Deponien, deren schwarze Rauchschwaden an deutsche Bomben und Brandschatzungen im September 1939 erinnern, müssen wir uns einige Fragen stellen…

Insbesondere die Lungen polnischer Kinder leiden unter den Kunststoff- und ähnlichen schädlichen Dämpfen. Doch was machen die sich sonst so Berlin-kritisch gebenden polnischen EU-“Partner” dagegen? Immerhin ist dies ja ein Millionengeschäft für alle da oben. Oder ist das doch nur Kleinkram angesichts der von Trump unerwünschten und auch sonst problematischen Ostseepipeline für russisches Erdgas und der frechen US-Ansprüche auf Grönland?


Natürlich wäre es historisch korrekter, wenn der Müll bei den ehemaligen Waffenbrüdern Slowakei, Italien/Albanien, Kroatien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, (Österreich gehörte eh zu Großdeutschland) landete. Ein Jahr nach der 1990 erfolgten Einverleibung der DDR half Bonn immerhin den Kroaten, den seit Titos Tod maroden Vielvölkerstaat Jugoslawien endgültig aufzulösen. Und inzwischen steht so ziemlich der ganze Balkan, einschließlich Griechenland, für die Entsorgung des deutschen Mülls zur Verfügung. Notfalls auch die Sahelzone mit Mali und überall dort, wo schon deutsche Truppen stehen.

Wir sehen, wie sich der deutsche Imperialismus und die deutsche Unmenschlichkeit auf unterschiedliche Weisen äußern. Der deutsche Konsens meint, dass der Müll im Ausland besser aufgehoben ist – und sei es im Kosovo, wo allerdings eher die Schweiz das Sagen hat. Hauptsache, die Mutti oder ein entsprechender Vati bleiben weiter an der Macht als Zuchtmeister Europas.

Und Hauptsache, es bleibt weiterhin bei dem Wahlslogan “Freie Fahrt für freie Bürger”, auch für Tattergreise, die Kinder und Fußgänger plattfahren – meist straffrei… Zwei Tage vor dem Tod des Autokaisers Ferdinand Piëch hatten sich sein ältester Sohn Ferdinand und dessen Sohn ein illegales Autorennen in ihren Luxusboliden geliefert…

Helene Fischer singt so schön in ihrem Schunkelschlager “Mit keinem Andern”: “Auf der Autobahn mit 300 fahr’n – sowas kann ich nur mit Dir.” Und wer hat sie gebaut, die Autobahnen? Richtig: der Onkel Adolf, der dem Porsche-Zweig der Familie Piëch nahestand. Ein anderer Fischer-Song heißt zur “freien Fahrt” passend “Freiheit”, oder besingt diese zumindest. Deutscher Konsens, deutscher Politkitsch – so wie Merkels alljährliches Pilgern zur Führerloge in Wagners Festspielhaus.

Und am 15. August, als die Zuschauer abends im ARD “Kontraste” sehen wollten, da erblickten sie plötzlich die beiden Walküren Flinten-Uschi und ihre Nachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) beim Großen Zapfenstreich – und zwar in voller Länge. “Kontraste” gab es erst wieder in drei Wochen. Der chinesische Künstler Ai Wei Wei, der Berlin (aber wohin?) verlassen will, hat Recht: Deutschland wird medienpolitisch immer chinesischer. Aber auch die USA, die der Welt vor der wirren Herrschaft des zunächst schwedisch- und dann doch lieber deutschblütigen Donalds als Vorbild dienten.

Aufgrund der “Schwarzen Null” – also der absoluten Schuldenfreiheit, ohne Infrastrukturen für die Alten, Kranken und Armen – will Merkel nicht dem Wunsch Trumps nachkommen, mehr Geld für die NATO herauszurücken. Die Drohung Trumps, die US-Truppen abzuziehen, ist nicht sehr ernst zu nehmen, denn insbesondere die Militärbasis Ramstein ist viel zu wichtig für die US-Interessen in Europa und Nahost. Übrigens war die US-Basis Ramstein in der Pfalz, westlich von Kaiserslautern, 1962 der erste Arbeitsplatz für den damals 17-jährigen Autor dieses Artikels gewesen. Trump kam erst in seiner Amtszeit dort vorbei…

Die Nato ist ohnehin schon expansiv und aggressiv genug. Der Warschauer Pakt existiert nicht mehr. Umso wichtiger sind die deutschen Streitkräfte. Und dank der US-Army und Frankreich hätte Deutschland Zugang zu Atomwaffen. Zudem ergeben sich in der Türkei und in Syrien neue strategische Konstellationen, und das NATO-Mitglied Türkei bezieht seine modernste Waffentechnik, wie die Abwehrrakete S-400, nun aus Russland.

Im Übrigen bleibt Europa machtlos gegenüber dem Menschen- und Sklavenhandel, sowie gegenüber den von Libyen ausgehenden Erpressungen von in Europa angekommenen meist afrikanischen “Geflüchteten”, deren jenseits des Mittelmeers zurückgebliebenen Angehörigen von libyschen und anderen Kriminellen misshandelt, gefoltert, verstümmelt und ermordet werden. Und manchmal in einem mehr oder weniger guten Zustand in Italien freigelassen.

Da wir mehr denn je der Gefahr eines Krieges ausgesetzt sind, ist die Furcht vor dem neuen deutschen Imperialismus wohlbegründet. “Nie wieder Krieg” und “Wehret den Anfängen” – das ist schon längst Geschichte. Und es gibt wieder Todeslisten in Deutschland, in Frankreich, in Italien und in der Schweiz, Der deutsche Außenminister Heiko Maas, der verblüffend Adolf Eichmann ähnelt und – wie übrigens auch Israels “Schutzherrin” Angela Merkel – Iraner und andere Judenhasser hofiert, wurde Politiker “wegen Ausschwitz”. Das macht Angst…

31.08.2019

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