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Published on Kasım 26th, 2019 | by Avrupa Forum 2

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ISIS- und Al-Quds-Truppen ante portas – Harry R. Wilkens

In einem der türkischen Artikel von Ferda Çertin wurde vor kurzem auf die Unterwanderung Schweizer Flüchtlingslager durch die ISIS hingewiesen, mit Mitwissen der Lagerleitung, des privaten Sicherheitsdienstes und des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB).

Zwar wurde der Islamische Staat weitgehend zerschlagen, aber immerhin war er bis ans Mittelmeer aufgerückt und hätte jederzeit nach Zypern übersetzen können und aus der nördlichen türkischen Hälfte ein Kalifat machen können…


Die Europäer waren bestürzt über den Rückzug der US-Truppen von den kurdisch geführten syrischen Demokratischen Kräften. Aber mit Überraschung auf diese Entscheidung zu reagieren, zeigt ein erstaunliches Maß an Naivität. Schlimmer noch, das Versäumnis, Trumps Verhalten vorherzusehen, offenbart Dummheit unter der kleinen Anzahl von Spezialeinheiten aus Großbritannien, Frankreich, Dänemark und anderen Ländern, die ausgesandt worden waren, um bei der Niederlage des IS zu helfen.

Aber auch unter den Führern wohlhabender westlicher Nationen, die das größte strategische Interesse an dem haben, was im Nahen Osten passiert, rächte sich dieses Versäumnis. Es ist nicht verwunderlich, dass Trump wiederholt Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich anprangert, weil sie das Problem der Rückkehr von ISIS-Kämpfern oder ihrer Familien, die in nordsyrischen Lagern schmachten und in den Schnellkochtöpfen der sozialen Unzufriedenheit dschihadistischen Zorn schüren, nicht vorgesehen haben.

Und dann ist da ja noch das riesige Problem der “chinesischen” Uiguren und Uigurinnen, um politisch korrekt zu bleiben. Aber das schert diese armen Menschen in ihren Umerziehungslagern nicht…

Vor allem deutsche und Schweizer Politiker und Geschäftsleute haben das terroristische Ungeziefer in unser Land gelassen. In Genf den ISIS und vor allem die Al- Quds-Brigade sowie den iranischem Geheimdienst VEVAK, wie schon einmal in meinem Artikel über den geschassten geldgierigen Genfer Polizeipräsidenten Pierre Maudet und seine Verräterin Isabelle Roselli erwähnt.

Wir müssen nicht zwischen Wahhabiten und Schiiten unterscheiden, wie es unsere Koofmichs tun. Beides sind bad news wenn sie ins Land gelassen werden, seien es Deutsche mit oder ohne Migrationshintergrund, Syrier, Iraker oder Libanesen.

Vor allem die USA halten dem Iran vor, seinen Einflussbereich vergrößern zu wollen, dabei war genau dies lediglich durch die Eliminierung Saddam Hussains geschehen, sowie durch das Überlaufen seiner Anhänger in die terroristischen Einheiten der Wahhabiten und der Schiiten, zunächst zu den schiitischen Badr-Brigaden.

Heute sieht das ehemals fortschrittliche Bagdad dank der aus Indien eingeführten Tuk-Tuks eher wie eine zurückgebliebene Stadt der Dritten Welt aus… Und so wird es auch in Damaskus und in anderen islamischen Metropolen aussehen.

Qassem Suleimani ist Kommandeur der Al-Quds-Brigade, einer Spezialeinheit der iranischen Revolutionsgarde für Einsätze außerhalb Irans. In den vergangenen 15 Jahren war Suleimani Irans wichtigster Interessenmakler im Irak und in Syrien.

Die jetzige – sehr junge – iranische Bevölkerung sieht das Engagement Teherans zusehends kritischer: Wutbürger und Aufständische fragen sich, warum so viel Geld im Ausland ausgegeben wird, wenn die Menschen im Iran darben, und immer leichter das Regime der Ayatollahs stürzen könnten…

Es ist schon ein schiitischer Bogen oder Halbmond entstanden, der uns alle bedroht, nicht nur Israel durch die im Libanon wirkende Hisbollah (“Partei Gottes”). Jordaniens König Abdullah II. hatte schon 2004 auf die Einflussnahme des Iran auf Wahlen im Nachbarland Irak hingewiesen. Den Westen scherte es nicht.

Der schiitische Bogen bzw. Halbmond führt vom Persischen Golf, angefangen mit Bahrein, wo nur das Königshaus sunnitisch ist – nicht aber die Bevölkerung – hin zum Iran, Irak, und schert gar nach Aserbaidschan aus. Dann geht es weiter nach Syrien und Libanon, auch wenn dort die Schiiten in der Minderheit sind. Aber das Herrscherhaus von Machthaber Assad zählt zur Minderheit der Alawiten, die ihre Wurzeln im schiitischen Islam haben… Der Iran zählt neben Russland als wichtigster und einer der letzten Verbündeten Assads.

Im Libanon machen Schiiten ohnehin nur weniger als ein Drittel der Bevölkerung aus. Weitere Länder mit schiitischen Minderheiten sind vor allem Saudi-Arabien und Jemen.

Im Jemen kämpfen die Huthis, eine schiitische Rebellengruppe. Sie sind von Norden nach Süden vorgerückt, haben 2014 die Hauptstadt Sanaa eingenommen. Ihr Hauptgegner: eine saudisch geführte Allianz, die den jemenitischen Präsidenten Hadi unterstützt, der im September 2014 zur Flucht nach Aden gezwungen wurde.

Doch 2015 marschierten die Rebellen auch dort ein und die UNO verhängte ein Waffenembargo gegen sie (!). Hadi flüchtete nach Saudi-Arabien und ein Gegenangriff durch den saudischen Killerprinzen Mohammed bin Salman machte die Lage im Jemen nur noch unübersichtlicher – und blutiger.

Der grausame Jemen-Krieg gerät in Vergessenheit. Der Westen greift nicht ein – es sei denn, durch Waffenlieferungen an den Killerprinzen und Mitwirkung von CIA-Verhörern, die den Saudis zu Hand gehen….

In Syrien und im Libanon hat der Einfluss des Iran viel mit der Hisbollah zu tun, die sowohl Partei als auch Miliz ist. Im Libanon ist sie im Parlament vertreten und an der Regierung

Die Hisbollah wurde von Anfang an für den Kampf gegen Israel ausgebildet. Sie verfügt über ein Arsenal von Raketen und tausende Kämpfer. Sie wurden im Syrien-Krieg eingesetzt – um Machthaber Assad zu unterstützen.

Der radikal-islamischen Hamas und der Islamische Dschihad unterstützen Islamisten im Gazastreifen, obwohl beide Gruppierungen sunnitisch sind. Trotzdem werden sie vom Iran finanziert und ausgerüstet…

Bald wird es wieder im Abendland christlich-jüdischer Prägung krachen, mit viel Leid unter den Menschen. Aber wer wird so töricht sein, die Schuld daran in die Schuhe des US-Präsidenten Donald Trump schieben zu wollen?

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