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Published on Haziran 12th, 2020 | by Avrupa Forum 1

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People of Color – Harry R. Wilkens

Seit dem drôle de guerre civile in den USA hören wir tagtäglich den neuen Begriff “people of color” (Singular: person of color; alternativer Plural: persons of color, abgekürzt POC).

Dies ist in Wirklichkeit ein US-rassistischer Neologismus, der inzwischen auch in Europa ankam und eigentlich Menschen jeglicher Herkunft und Hautfarbe umfasst, außer den WASPs, aber normalerweise die Afroamerikaner, Latinos, die asiatischen Amerikaner, die amerikanischen Ureinwohner (Indianer), die eingeborenen und Amerikaner aus Ozeanien, die Amerikaner aus dem Nahen und Mittleren Osten, usw.

Strikt auf die USA bezogen sind Juden in den USA, aus der Türkei, aus Kleinasien, dem Mittelmeerraum, aus dem Nahen und Mittleren Osten und auch aus Europa stammend, “people of color”. Allerdings nicht in Israel (außer afrikanische Juden) und in Europa nur von Rassisten als “Andersrassige” angesehen.

Und beileibe gehört nicht die konvertierte Ivanka Trump und ihr in New Jersey gebürtige Gemahl Jared Kushner zu den “people of color”, ebenso wenig wie es die in den USA gebürtigen Juden tun. Erleichterungen gibt es für die jüdischen Türken und die Armenier aus dem europäischen und asiatischen Teil der Türkei. Eine Amerikanisierung der Namen ist natürlich sehr hilfreich…

Solche Sachlagen könnten in naher Zukunft zu höchst komischen Situationen führen. So könnte der leicht braun angehauchte verrückte Thaikönig mit seinem Harem und seinem vielen Geld seinen Leibkoch anweisen, aus irgendwie ergatterten trump’schen und melania’schen Stammzellen Original-Trumpfburger zum Essen vorzubereiten, und zwar schwach orangefarbig, sowie einschlägig getönte Melania-Pussies zum tumben trump’schen Grabschen.

Von den Chinesen, bei denen gemischtrassige Ehen äußerst selten sind, aber deren Kommunismus bestens zum Schweizer Finanzsystem passt, erhielten die Schweizer Gesichtsmasken – und die Chinesen Tränengaspistolen und -gewehre für den Einsatz gegen gelbe Aufständische in Hongkong. Oder ist dieses Gegengeschenk zumindest geplant, und mit welchen menschenrechtlichen Auflagen? Solche Dinge lassen Trump immer zornig erröten, neben dem stets überlegenen Lächeln des sowieso kulturell höher stehenden Führers der Chinesen Xi Jinping…

Auf der Suche nach Corona-Kapital entkommen die gierigen Westler auch nicht dem mörderischen Lächeln des saudischen Killerprinzen Salman. Als Trump ihm all das militärische Spielzeug auf einem Karton aufgeklebt zeigte, mit den Verkaufspreisen, konnte man das für Trump verständnisvolle Lächeln des wenigstens kulturell überlegenen Wüstensohns angesichts dieses primitiven orangefarbenen Rednecks genießen.

Natürlich sind die zahlreichen Protestaktionen überall in den USA und in der Welt sehr beeindruckend. Und wie immer waren es überwiegend junge Menschen, die auf die Straßen gingen. Sicherlich werden sie in ihren Ländern für oppositionelle Parteien wählen und in den USA sogar für die Demokraten und John Biden – wenn sie nicht zu wahlmüde sind, wie viele people of color, sofern letztere überhaupt ihr Wahlrecht ausüben dürfen…

Aufgrund der weltweiten dichtgedrängten Protestveranstaltungen wird mit einem Ansteigen der Corona-Infektionen gerechnet…– Allmählich wird den US-Kennern, die bestens mit dem eigenartigen Wahl- und Wählersystem der USA vertraut sind, klar, dass Trump nicht allein mit Protestaktionen aus dem Weißen Haus verjagt werden kann…

Die mit den Wahlpraktiken und der Protestkultur der Türkei, Russlands, USA und des von vielen angehenden Diktatoren erstrebten Kanzlerwahl-Vorbilds Deutschland vertrauten Politikwissenschaftler glauben sich wahrhaftig in der brandneuen geschichtsalternativen Fernsehserie “The Plot against America” nach einem Roman des Diktaturkenners Philip Roth, wo der NS-Sympathisant Charles Lindbergh im Zweiten Weltkrieges die Wahl gegen Franklin D. Roosevelt gewinnt und die USA in einen trump’schen Albtraum verwandelt.

Den Chinesen ist ganz klar, dass die gierige Mok’er (chin. f. Merkel) lediglich an Corona-Gewinnen und Gewinnen dank des ausfallenden China-Handelskonkurrentens USA interessiert ist, und sich um Hongkong, die Uiguren und die Menschenrechte wie um ihre erste Windel schert. Schon Ai Weiwei erkannte ziemlich schnell, wie der Hase in Deutschland läuft: nämlich zickzack, in der Außen- und Verbündetenpolitik.

Einstweilen wird der für Mitte September in Leipzig geplante EU-China-Gipfel “wegen der Corona-Pandemie” verschoben. Der Weltfrieden hätte eine Chance und die deutsche Gefahr wäre gebannt, wenn mit Hilfe der neutralen Schweiz eine gemeinsame China-Politik betrieben würde. Allerdings wäre es besser, wenn bis Jahresende Trump, Putin und Merkel – und damit ganz nebenbei auch Erdoğan – in der Mülltonne der Geschichte landen…

12.06.2020

Foto:   Denvers Polizeichef Paul Pazen an einer Protestveranstaltung

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